Hallo Kinder, seid gegrüßt!

Ihr merkt, alte Musik ist gar nicht so langweilig, wie manche sagen. Wir Menschen sind ja nicht blöd. Wir haben uns doch früher nicht extra langweilige Musik ausgedacht. Im Gegenteil: Alte Musik kann wunderschön sein. Ich heiße Lutz Görner und bin einer, der normalerweise Gedichte vorträgt. In Theatern mache ich das, auf CDs und sonntags morgens im Fernsehen. Gedichte für Erwachsene und auch für Kinder. Auf dieser CD hört ihr aber nur wenige Gedichte, ein bisschen mein Gequatsche und ganz viel Musik. Alte Musik. Aber wunderschöne.

Durch Feld und Wald zu schweifen, Mein Liedchen weg zu pfeifen, So gehts von Ort zu Ort. Mögt ihr Musik? So springet! Tanzt, trommelt, geigt und singet! Kommt alle mit mir fort. Ich kann sie kaum erwarten Die erste Blum im Garten, Die erste Blüt am Baum. Sie schmücken meine Lieder. Der Frühling kommt nun wieder Und ich sing noch im Traum: Tipi, tipi, tipso unterm Lindenbaum. Tipi, tipi, tipso sing ich noch im Traum. Sing mein kleines Liedel Hier mit meiner Fiedel. Tipi, tipi, tipo, tipsi, taum. Denn seht, der Winter geht schon. Der Frühlingswind, er weht schon. Wie ist die Welt so schön! Drum wolln wir musizieren, Vor Freude jubilieren In Feld und Wald und Höhn!

Alte Sachen, Sachen von früher, können überhaupt sehr schön sein. Alte, hohe Bäume zum Beispiel, in denen man rumklettern kann, alte Städte mit alten Fachwerkhäusern, alte Kirchen, wie der Kölner Dom, oder alte Tempel und die alten ägyptischen Pyramiden, sogar alte Autos, diese Oldtimer, wie sie genannt werden, dann alte Gemälde, alte Bücher und auch alte Gedichte, wie das eben von Johann Wolfgang Goethe.

Fast 250 Jahre ist es alt, so alt wie die Musik von Luigi Boccherini, die ihr dazu gehört habt, die eigentlich ein Tanz ist, ein Menuett. Achtung! Eins, zwei:

Alle drehen sich bitte nach rechts herum. Alle drehen sich bitte nach links herum. Jetzt zwei Schritt nach vorne. Dann zwei Schritt nach hinten. Und das Ganze bitte noch ein Mal.

Doch fangen wir noch früher an.